GEZ-Befreiung

Erfahre hier, wie Du Dich von der GEZ (den Rundfunkgebühren) befreien kannst. Hier geht’s zur Anleitung.

In Deutschland wird der öffentlich-rechtliche Rundfunk durch Gebühren finanziert, die heute von jedem Haushalt gezahlt werden müssen. Im Alltag wird der Rundfunkbeitrag meist als GEZ bezeichnet. In diesem Ratgeber erfährst Du, wer sich von den GEZ-Gebühren befreien kann und wie eine Befreiung beantragt wird.

Inhaltsverzeichnis

  1. So klappt die GEZ-Befreiung
  2. Wer muss die GEZ bezahlen?
  3. So meldest Du Dich ab
  4. So erhältst Du GEZ-Ermäßigungen
  5. Was passiert, wenn jemand gepflegt wird
  6. Hier geht’s zur GEZ-Abmeldung mit Formular

Bis zum Dezember 2012 übernahm die sogenannte „Gebühreneinzugszentrale“ den Einzug der Rundfunkgebühren. Seit dem 1. Januar 2013 lautet die Bezeichnung für die Gemeinschaftseinrichtung „ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice“, die Rundfunkgebühr wird im Volksmund kurz GEZ genannt.

Hier geht’s zum Formular bzw. Musteranschreiben zur Abmeldung von der GEZ. Link zum GEZ-Formularabruf.

So klappt die GEZ-Befreiung

Wer sich von den GEZ-Gebühren befreien möchte, muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Da es sich beim Rundfunkbeitrag um eine solidarische Abgabe handelt, ist erst einmal jeder Haushalt zur Zahlung verpflichtet. Im Folgenden findest Du Voraussetzungen, unter welchen einen Befreiung von den Rundfunkgebühren möglich ist.

Voraussetzungen

Grundlage für die Befreiung von den Rundfunkgebühren bildet der Rundfunkbeitragsstaatsvertrag. Er legt fest, wer keine Gebühren oder einen verminderten Satz zahlen muss. Die betroffenen Personengruppen werden nach dem Sozialgesetzbuch oder dem Bundesversorgungsgesetz sowie BAföG definiert.

Eine GEZ-Befreiung ist in einzelnen Fällen möglich. Konkret kannst Du dies hier nachlesen. Damit die Befreiung erfolgen kann, müssen die betreffenden Personengruppen Nachweise erbringen. So müssen Empfänger von Hilfe zum Lebensunterhalt oder Empfänger von Transferleistungen die jeweils aktuellen Bescheide mit einreichen. BAföG-Empfänger sollten ebenfalls den entsprechenden Bescheid vorlegen.

Wer in eine Wohnung zieht, wo bereits ein Rundfunkgebührenzahler lebt, kann der GEZ mitteilen, dass in seinem Haushalt bereits die Rundfunkgebühr entrichtet wird und sich dadurch von der Zahlung befreien.

Weitere Gründe für eine Befreiung können sein:
Siehe https://www.rundfunkbeitrag.de/buergerinnen_und_buerger/formulare/abmelden/index_ger.html,

weil…

  • ich zu einem anderen Beitragszahler ziehe.
  • ich dauerhaft ins Ausland ziehe.
  • der Beitragszahler verstorben ist.
  • ich mehrere Wohnungen habe und eine Wohnung vollständig aufgebe.
  • ich in eine Pflegeeinrichtung bzw. Einrichtung für Menschen mit Behinderung ziehe/gezogen bin.
  • sonstige Gründe zutreffen (z.B. HartzIV).

Wichtig bei der Abmeldung ist immer eine Beitragsnummer anzugeben, also von einem bisherig zahlenden Gemeldeten (z.B. innerhalb der Studenten-WG).

Nachweise in Kopie senden

Sende die Nachweise für die GEZ-Befreiung immer in Kopie an den Beitragsservice.

Abmeldung und Ablauf der GEZ-Befreiung

Die Befreiung von den Rundfunkgebühren kann online auf der Seite des Beitragsservices beantragt werden. Dort müssen die nötigen Formulare für den Antrag ausgefüllt werden. Anschließend werden diese ausgedruckt und an den Beitragsservice mit den entsprechenden Nachweisen geschickt.

Die Befreiung gilt ab der Zeit, in der Du befreiungsberechtigt sind und kann bis zu drei Jahre rückwirkend beantragt werden. Die Befreiung ist ab dem ersten des Monats gültig, in welchem der Gültigkeitszeitraum des Bescheids beginnt.

Siehe auch https://www.hartziv.org/gez-befreiung.html#antrag-auf-gez-befreiung „ Antrag auf die Befreiung zum Rundfunkbeitrag stellen“ bei HartzIV.

Härtefallregelung möglich

Wenn Du keine Sozialleistungen erhalten, weil die Einkünfte die Bedarfsgrenze um weniger als 17,50 Euro überschreiten, kann eine GEZ-Befreiung als Härtefallregelung erfolgen.

Befreiung vom Rundfunkbeitrag bei Pflegegrad?

Befreiung vom Rundfunkbeitrag bei Pflegegrad?

Siehe auch https://www.pflege.de/pflegegesetz-pflegerecht/schwerbehindertenausweis/gez-rundfunkbeitrag-befreiung/

GEZ-Ermäßigungen

Neben der kompletten GEZ-Befreiung gibt es auch die Möglichkeit eines ermäßigten Rundfunkbeitrags.

Einen Anspruch auf Ermäßigung haben vor allem Menschen mit körperlichen Handicaps:

  • Blinde Menschen mit einem Grad der Behinderung von mindestens 60
  • Hörgeschädigte Menschen, die sich auch mit Hörhilfen nicht ausreichend verständigen können
  • Behinderte Menschen, deren Behinderung einen Grad von mindestens 80 aufweist

Für eine Ermäßigung in diesen Fällen ist die Vorlage eines Schwerbehindertenausweises mit dem Merkzeichen „RF“ oder eine entsprechende behördliche Bescheinigung erforderlich.

Wie Beitragsbefreiungen können auch -ermäßigungen bis zu drei Jahre rückwirkend beantragt werden.

Vorsicht: Rundfunkbeitrag unabhängig von Geräten

Wer denkt, er müsse keine Rundfunkgebühren bezahlen, weil er weder Fernseher noch Computer oder Radiogeräte besitzt, liegt falsch. Der Rundfunkbeitrag gilt unabhängig davon für jede Wohnung.

Wer zahlt GEZ?

Die GEZ-Gebühren müssen in Deutschland nach der Anmeldung einer Wohnung pauschal bezahlt werden. Die Beitragspflicht entsteht somit bei der Erstanmeldung einer Wohnung oder nach einem Umzug.

Alle Beitragszahler profitieren vom Angebot des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und Fernsehen. Dieses Angebot erstreckt sich auf zahlreiche Radio- sowie Fernsehsender und enthält auch Angebote im Internet. So werden zum Beispiel die Nachrichten oder ARD-Serien aus dem Rundfunkbeitrag finanziert. Ebenso werden beliebte Sendungen wie der „Tatort“ im Ersten über die Rundfunkgebühren bezahlt.

Die Beitragspflicht für den Rundfunkbeitrag endet, wenn eine Wohnung abgemeldet wird und in der neuen Wohnung nach einem Umzug bereits ein Gebührenzahler lebt oder wenn der Gebührenzahler ins Ausland zieht.

Abmeldung von der GEZ – Formular

Hier geht’s zum Formular bzw. Musteranschreiben zur Abmeldung von der GEZ. Link zum GEZ-Formularabruf.